Rheuma-VOR: InnovationsFonds fördert ACURA Kliniken Rheinland-Pfalz

Montag, 5.12.2016
ACURA Kliniken Rheinland-Pfalz Forschung

Am ACURA Rheumazentrum in Bad Kreuznach entsteht die rheinland-pfälzische Koordinationsstelle von Rheuma-VOR, dem wegweisenden Projekt zur Verbesserung der rheumatologischen Versorgung. 

Der Innovationsfonds beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) fördert in den Jahren 2016-2019 neue Versorgungsformen, die über die bisherige Regelversorgung hinausgehen und diese nachhaltig verbessern. Deutschlandweit beträgt die gesetzlich vorgesehene Fördersumme für neue Versorgungsformen in den Jahren 2016 bis 2019 jeweils 225 Millionen Euro.

Die ACURA Kliniken Rheinland-Pfalz AG konnten rund 1 Million Euro für ihren Beitrag als Partner im Projekt Rheuma-VOR Fördermittel in Höhe von rund 1 Million Euro einwerben.

Das Projekt „Rheuma-VOR“ zielt auf die Frühdiagnose von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen ab. Aufbauend auf den Erfahrungen des rheinland-pfälzischen Rheumanetzwerkes ADAPTHERA soll in dieser neuen Versorgungsform die Frühdiagnose entzündlich-rheumatischer Erkrankungen in drei Bundesländern (Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Saarland) optimiert werden.

Zentrales Moment der neuen Versorgungsform ist die „koordinierte Kooperation“ zwischen Hausärzten, Fachärzten und Patienten, gesteuert und unterstützt durch multidisziplinär besetzte Koordinations-stellen in den Rheumazentren der einzelnen Bundesländer.

Das ACURA Rheumazentrum baut mithilfe der Fördersumme in den kommenden 3 Jahren in Bad Kreuznach die landesweit arbeitende Koordinationsstelle des Netzwerk-Projektes auf.

Die Koordinationsstelle fungiert als Steuerelement, welches eine Entlastung der Rheumatologen bei gleichzeitiger Optimierung der Behandlung durch den Hausarzt ermöglicht. Sie begleitet und unterstützen mit einem Team aus Mitarbeitern des Rheumazentrums (rheumatologische Fachassistenten und Fachärzte) und der Rheumaliga Hausärzte oder andere Fachärzte bei der schnellstmöglichen Erstdiagnose von Patienten mit Verdacht auf entzündlich-rheumatische Erkrankung und bei deren individueller Weiterbehandlung.

Weitere Partner in dem Projekt unter der Leitung der Universitätsmedizin Mainz sind:

  • Medizinische Hochschule Hannover
  • Universitätsklinikum des Saarlandes
  • Rheumazentrum Niedersachsen
  • Rheumazentrum Saarland
  • KV-Rheinland-Pfalz, KV-Niedersachsen und KV-Saarland
  • Deutscher Hausärzte-Verband Landesverband Rheinland-Pfalz e.V., Saarländischer Hausärzte-Verband e.V., Niedersächsischer Hausärzteverband
  • Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband, Landesverbände Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Saarland
  • Gesundheitsökonomie Leibniz Universität Hannover
  • Deutsches Rheumaforschungszentrum, Berlin

 

Eine Übersicht über die geförderten Projekte finden Sie auch in der Förderbekanntmachung des Innovationsausschusses.