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8. Deutscher Lupus-Tag in Mainz: „Lupus interdisziplinär“

Montag, 29.05.2017

Premiere: Von faszinierender Forschung über neue Therapien bis hin zu harmonischen Klängen

Der 8. Deutsche Lupus-Tag am 19. und 20.5. stieß auf außerordentliches Interesse und lockte renommierte Lupus-Forscher, behandelnde Ärzte, Lupus-Patienten und Interessierte in großer Zahl nach Mainz.

Allein die wissenschaftliche Tagung zog am Freitagnachmittag mehr als 80 Ärzte, Wissenschaftler und Interessierte an, die mehr über neue Aspekte der Entstehung von „Autoimmunität“ erfahren und verschiedene Erklärungsmodelle für die Pathophysiologie des Systemischen Lupus mit den renommierten Experten diskutieren wollten. Organisiert wurde der Lupus-Tag in diesem Jahr von Univ.-Prof. Dr. Schwarting, Universitätsmedizin Mainz, zusammen mit Prof. Dr. Kuhn, Universität Münster und Frau Winkler-Rohlfing, der Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Lupus-Stiftung.

Aktuelle Lupus-Forschung interdisziplinär diskutiert

8. Deutscher Lupus Tag in Mainz Referenten

Dr. Jens Humrich (Universitätsklinikum Lübeck), Prof. Dr. Jörg Wenzel (Universitätsklinikum Bonn), Prof. Dr. Annegret Kuhn (Universitätsmedizin Münster), Prof. Dr. Martin Aringer (Universitätsklinikum Dresden), Dr. Caroline Tillmann (Universität Marburg), Borgi Rohlfing-Winkler (Deutsche Lupus-Stiftung), Prof. Dr. Anne-Sophie Korganow (Hôpitaux Universitaires de Straßbourg), Prof. Dr. Falk Hiepe (Charité – Universitätsmedizin Berlin), Prof. Dr. Andreas Schwarting (Universitätsmedizin Mainz), Prof. Dr. Klaus Tenbrock (Universitätsklinikum RWTH Aachen), Prof. Dr. Hans-Joachim Anders (LMU München) (v.l.n.r.)

Während Prof. Dr. Diefenbach von der Charité Berlin Einblicke in die aktuelle Mikrobiomforschung gab, stellte Prof. Dr. Schuppan von der Universitätsmedizin Mainz die Bedeutung der sogenannten „ATI“-Bestandteile der Ernährung als mögliche Einflussfaktoren für die Aktivität einer Autoimmunerkrankung dar. Die Komplexizität der Lupuserkrankung wurde durch die vielen verschiedenen pathophysiologischen Erklärungsmodelle deutlich: von regulatorischen T-Zellen (Prof. Dr. Jonuleit, Mainz) über B-Zellen (Prof. Dr. Korganow, Strassburg), Plasmazellen (Prof. Dr. Hiepe, Charite), Mikrovesikel (Prof. Dr. Lorenz, Heidelberg) zu Botenstoffen wie cAMP (Prof. Dr. Steinbrink, Mainz), Interferonen (Prof. Dr. Wenzel, Bonn) oder Interleukinen (Prof. Dr. Tenbrock, Aachen).

Das diesjährige Motto „Lupus interdisziplinär“ prägte auch den zweiten Veranstaltungstag: neben psychosozialen Aspekten (Dr. Tillmann, Marburg) standen auch kognitive Störungen (Prof. Dr. Fellgiebel) und Organbeteiligungen wie die pulmonal-arterielle Hypertonie (Dr. Schmidt, Mainz) im Fokus. Zweiter Schwerpunkt der morgendlichen Session (Prof. Dr. Aringer, Dresden, PD Dr. Weinmann-Menke, Mainz und Prof. Dr. Specker, Essen) waren die Bedeutung von Biomarkern und klinischen Scores in der Behandlung des SLE.

8. Deutscher Lupus Tag in Mainz Referenten

Anna Hazenbiller (Universitätsmedizin Mainz), PD Dr. Weinmann-Menke (Universitätsmedizin Mainz), Prof. Dr. Martin Aringer (Universitätsklinikum Dresden), Prof. Dr. Annegret Kuhn (Universitätsmedizin Münster) , Prof. Dr. Andreas Schwarting (Universitätsmedizin Mainz), Dr. Tobias Alexander (Charité – Universitätsmedizin Berlin), Dr. Caroline Tillmann (Universität Marburg), Dr. Jens Humrich (Universitätsklinikum Lübeck), Dr. Marc Schmalzing (Universitätsklinikum Würzburg), Prof. Dr. Reinhard Voll (Universitätsklinikum Freiburg) (v.l.n.r.)

Zum Abschluss des wissenschaftlichen Teils wurden nicht nur die Leitlinien des kutanen Lupus (Prof. Dr. Kuhn, Münster) und neue Aspekte des Wirkmechanismus von Hydroxychloroquin (Prof. Dr. Lackner, Mainz) vorgestellt, sondern auch verschiedene neue therapeutische Ansätze diskutiert, wie Proteasom-Inhibitoren (Prof. Dr. Voll, Freiburg), Interleukin-2 Therapie (Prof. Dr. Humrich, Lübeck) oder laufende klinische Studien (Dr. Alexander, Berlin).

 

 

 

Premiere: Patienten-Tag zeigt Chancen der nicht-medikamentösen Therapie

Der parallel stattfindende Patiententag stand unter dem Motto der vielfältigen nicht-medikamentösen Therapieansätze beim SLE und wurde von über 120 Patienten besucht. Prof. Dr. Schwarting stellte dar, wie wirkungsvoll z.B. aerobes Ausdauertraining in der Behandlung des Erschöpfungssyndroms (Fatigue), einer Depression und der Krankheitsaktivität sein kann und ermunterte die Patienten, Rehabilitation und Patientenschulung wahrzunehmen und einzufordern.

8. Deutscher Lupus Tag in Mainz Patiententag

Der Patiententag bot für Betroffene und Interessierte aktuelle Updates aus Forschung & Therapie so wie ganz praktische Übungen aus dem BEreich der nicht-medikamentösen Therapie und erfreute sich regen Zuspruchs.

Das Team aus der Karl-Aschoff-Rehabilitationsklinik (ACURA Rheumazentrum Bad Kreuznach) führte zum Abschluss die „Lupus-Behandlung mal ganz praktisch…“ vor. Nach einer kurzen Führung durch den „Sozialdschungel“ durch die Sozialtherapeutin und Rehaberaterin Frau Schneider wurde seitens der Psychologin Frau Kimmel eindrucksvoll im Hörsaal demonstriert, dass es tatsächlich möglich ist, mittels Biofeedbackverfahren die eigene Hauttemperatur um 5 Grad zu steigern.

8. Deutscher Lupus Tag in Mainz Patiententag

MIt dem Einsatz von Freiwilligen zeigte das TEam des ACURA Rheumazentrums in Bad Kreuznach viele Facetten der praktischen Therapiemöglichkeiten von Lupus im Alltag – ob mithilfe von Bewegung, Entspannung, Biofeedback oder Musiktherapie.

Die Ergotherapeutin Frau Gebhard-Krell zeigte Hilfsmittel und Übungen zum Erhalt der Gelenkfunktionen und bereitete mit Atemübungen die Zuhörer für den Musiktherapeuten Herrn Röger vor, der mit gemeinsamem Singen den Hörsaal in einen klingenden Chorsaal verwandelte. Entspannt, gelockert und harmonisch gestimmt fand der Patiententag seinen Ausklang.

 

 

 

 

 

 

 

Unterstützt wurde der 8. Deutsche Lupus-Tag in Mainz von RARENET, dem Netzwerk für komplexe und seltene Erkrankungen. Das Projekt wird vom Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) der EU und INTERREG ko-finanziert. Mehr über die Aktivitäten von RARENET finden Sie unter rarenet.eu.

 

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