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Förderverein und Bürkle Stiftung unterstützen diagnostische Innovation am Rheumazentrum

Donnerstag, 14.09.2017

Rheuma: Der Entzündung auf der Spur!

Als erste Klinik in Deutschland verwendet das ACURA Rheumazentrum in Bad Kreuznach den hochmodernen Scanner HandScan der Firma Hemics aus Eindhoven (NL),  um Gelenkentzündungen bei Rheumapatienten genau zu messen und den Verlauf unter Therapie zu verfolgen. Möglich wurde die Anschaffung dieser neuartigen Technologie, deren Kosten im sechsstelligen EURO-Bereich liegen, dank des Engagements des Fördervereins Rheumazentrum Rheinland-Pfalz e.V.  und der großzügigen finanziellen Unterstützung der Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung, Kirn.  Am 13. September 2017 übergaben Förderverein und Stiftung das innovative Medizingerät im Rahmen einer kleinen Feier an das Rheumazentrum, das die neue Technologie nun zum Wohle seiner Patienten offiziell in Betrieb nehmen kann.

Neue HandScan-Technologie bringt Licht ins Gelenk

Das Ziel der Therapie von chronisch-entzündlichen Rheumaerkrankungen wie der Rheumatoiden Arthritis ist immer, die Entzündung in den betroffenen Gelenken vollständig zu beseitigen. Wie stark ist die Entzündung aber tatsächlich? Wie entwickelt sie sich unter Therapie? Bewährte bildgebende Verfahren bei der Untersuchung von Gelenken eignen sich nicht, um den Verlauf von entzündlichen Prozessen regelmäßig und engmaschig  zu kontrollieren (Belastung durch Röntgenstrahlung oder Kontrastmittel, personal- und zeitaufwendige Ultraschall oder MRT Untersuchung).

Der HandScan von Hemics misst die Durchblutung von Hand- und  Fingergelenken mit Licht! Eine Manschette schränkt den Blutstrom im Unterarm des Patienten vorübergehend ein, was zu einer Blutstauung führt. Die Hand wird von unten beleuchtet, und eine Kamera nimmt mit dem durchgelassenen Licht an der Handoberseite eine Serie von Bildern auf, die in spezielle Messwerte übersetzt werden. Durch die Messung bei zwei Wellenlängen – Rot und Infrarot – können die sehr feinen Unterschiede der Gelenkdurchblutung bei entzündeten Gelenken genau bestimmt werden. Diese Unterschiede geben sehr exakt und schnell Auskunft über den Entzündungsgrad. Eine spezielle Software setzt die Messdaten des HandScan in klinische Informationen für den Rheumatologen um. Die Messung ist untersucherunabhängig und kann beliebig oft wiederholt werden.

Für das Rheumazentrum bedeutet die neue Technologie einen wichtigen Fortschritt für die Diagnostik und Therapie. „Wir freuen uns, dass wir als Förderverein mit der Unterstützung der Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung  unserem Rheumazentrum als erster Einrichtung in ganz Deutschland den Einsatz dieser innovativen Technik ermöglichen konnten“, betonte Fritz Wagner, der Vorstandsvorsitzende des Fördervereins im Rahmen der Übergabe. Das Angebot dieser innovativen Technik stärke die Rolle, die die Kliniken in Bad Kreuznach als Landesrheumazentrum in der Versorgung von Rheuma-Patienten in ganz Rheinland-Pfalz und darüber hinaus haben, so Wagner.

Insbesondere für die Initiative des Rheumazentrums, möglichst frühzeitig Entzündungen der Finger- und Handgelenke zu diagnostizieren, bietet der HandScan eine wertvolle Unterstützung.  Der Arzt kann damit nicht nur das Ausmaß der Entzündung sehr exakt und schnell bestimmen, er kann auch den Verlauf regelmäßig kontrollieren, da die neue Technologie nur mit Licht arbeitet und schnell und kostengünstig ist.

HandScan: Objektiv, patientenfreundlich und kostengünstig

Diese neue Möglichkeit, bei der Rheumatoiden Arthritis den Erfolg unserer Therapiemaßnahmen gerade in den ersten Jahren engmaschig, objektiv, patientenfreundlich und kostengünstig zu kontrollieren, hilft uns als Rheumatologen sehr, das Therapieziel Remission – also den vollständigen Stillstand der Erkrankung – treffsicher zu erreichen“, führte Univ.-Prof. Dr. Andreas Schwarting aus. Der Ärztliche Leiter des ACURA Rheumazentrums in Bad Kreuznach und Leiter des Schwerpunktes Rheumatologie und klinische Immunologie an der Universitätsmedizin Mainz hofft, das Fortschreiten der Gelenkschäden so noch besser verhindern zu können.

„Positiv für die Rheuma-Patienten ist neben den diagnostischen Möglichkeiten des HandScan natürlich auch die Tatsache, dass die Technik keinerlei Belastung Röntgenstrahlung oder Kontrastmittel mit sich bringt“, ergänzte Wolfgang Simon, der nicht nur Vorstandsmitglied des Fördervereins, sondern gleichzeitig auch Patientenfürsprecher des Rheumazentrums Rheinland-Pfalz ist. Gerade für Menschen mit chronischen Erkrankungen wie der Rheumatoiden Arthritis, bei denen die Entzündung in den Gelenken über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg regelmäßig überwacht werden muss, sei dies ein nicht zu unterschätzender Gewinn. Mit der feierlichen Übergabe des HandScan an das ACURA Rheumazentrum Rheinland-Pfalz beginnt nun der Einsatz für die Patienten der Kliniken.

ACURA Kreuznach Übergabe HandScan

Dr. jur. Hans-Gert Dhonau von der Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung erlebt den HandScan im Einsatz (im Bild v.l.n.r. hinten: Oberarzt Dr. Konstantinos Triantafyllias, Ärztlicher Leiter Univ. Prof. Dr. Andreas Schwarting vom ACURA Rheumazentrum Rheinland-Pfalz, Gudrun Wiest von der Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung und Vorstandsmitglied Friedrich Dörtelmann und Vorstandsvorsitzender Fritz Wagner vom Förderverein Rheumazentrum Rheinland-Pfalz).

Info für Alle am Tag der offenen Türen

Rheumapatienten, Angehörige und alle Interessierten können die neue Technik live erleben am

Tag der offenen Türen des ACURA Rheumazentrums Rheinland-Pfalz am 15. Oktober 2017 von 11:00 – 18:00 Uhr

im Rahmen des „Gesundheitstages“ zum 200jährigen Kur-Jubiläum der Stadt Bad Kreuznach

im ACURA Rheuma-Akutzentrum , Kaiser-Wilhelm-Straße 9-11, 55543 Bad Kreuznach

 

Erfahren Sie mehr über Hemics und den HandScan und den Förderverein Rheumazentrum Rheinland-Pfalz e.V..

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