ACURA Rheuma-Ambulanz

Kaiser-Wilhelm-Str. 9-11
55543 Bad Kreuznach
Telefon: 0671/93-2266
Fax: 0671/93-2289
ambulanz@kh-acura-kliniken.com

ACURA
Rheuma-Akutzentrum

Kaiser-Wilhelm-Str. 9-11
55543 Bad Kreuznach
Telefon: 0671/93-0
akut@kh-acura-kliniken.com

ACURA Karl-Aschoff-Rehabilitations-Klinik

Kaiser-Wilhelm-Str. 9-11
55543 Bad Kreuznach
Telefon: 0671/93-3331
Fax: 0671/93-4999
reha@kh-acura-kliniken.com

Ihr Kontakt

DGRh Kongress 2018: Das Landesrheumazentrum RLP präsentiert sich

Montag, 24.09.2018

Der 46. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) fand in diesem Jahr in Mannheim statt. Er stand unter dem Motto „Wandel“; denn das Fachgebiet der Rheumatologie „wandelt sich so rasant wie kaum ein anderes in der Medizin“, so das Grußwort. Wandel gestalten und Chancen nutzen, um die Veränderungen und Fortschritte für Patienten zugänglich zu machen, so lautete die Aufforderung der diesjährigen Tagungspräsidenten.

Das Team des Landesrheumazentrums Rheinland-Pfalz war mit Kollegen und innovativen, zukunftsweisenden Projekten von beiden Standorten, dem Schwerpunkt für Rheumatologie und klinische Immunologie der Universitätsmedizin Mainz und dem ACURA Rheumazentrum Rheinland-Pfalz in Bad Kreuznach, vielfach vertreten.

Univ.-Prof. Dr. med. Schwarting diskutierte mit Kollegen über geeignete Therapieformen und Medikation bei SLE (Systemischer Lupus Erythematodes), leitete das Satellitensymposium zu schwierigen Fällen in der Rheumatologie unter dem Titel „Sieht aus wie Rheuma – Ist aber nicht so!“ und referierte über erschwerte Behandlungsbedingungen bei Patienten mit renalen Begleiterkrankungen.

Rheuma-VOR: Neue Versorgungsformen im Fokus

Ein zentrales Thema des Kongresses waren Versorgungsnotstand und neue Versorgungsformen in der Rheumatologie. Hier präsentierte Univ.-Prof. Dr. med. Schwarting in zwei Sessions das Projekt Rheuma-VOR zur flächendeckenden Früherkennung von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen in drei Bundesländern und die ersten positiven Evaluationsergebnisse nach einem Jahr Rekrutierung. Frühscreenings werden derzeit an vielen Zentren in Deutschland erprobt und zeichnen sich als  wegweisend für die Gestaltung der rheumatologischen Versorgungslandschaft  in den kommenden Jahren ab. Die Zukunft der Versorgungstrukturen war auch Diskussionsgegenstand einer eigenen Session zu diesem Thema; die vorgestellten Projekten reichten von Modellen zur Früherkennung und risikoadaptierten Terminvergabe (RhePort, Rheuma-VOR) über die Deeskalation von Medikation bei Remission (VERhO) bis hin zu strukturierter Delegation von ärztlicher Leistung bei der Patientenversorgung (StärkeR).

eHealth & Telemedizin: Den Wandel aktiv gestalten

Ein weiteres stark diskutiertes Thema waren in diesem Jahr Telemedizin und E-Health, die auch in der Rheumatologie Einzug halten und, aktuell oft noch von anderen Branchen getrieben, Wandel einfordern. So widmeten sich die Rheumatologen unter anderen in den beiden Sessions „Rheumatologie 2.0, Patient 3.0, Health 4.0: Wie die ‚digitale Revolution‘ die Rheumatologie verändern könnte“ und „eHealth – Der Patient im Mittelpunkt“, den Trends und Rahmenbedingungen dieses sehr weiten Feldes. Neben Überblicken über die vielfältigen Applikationen der Digitalisierung wurden vor allem bisher schon in der Praxis erprobte Modelle vorgestellt. In diesem Rahmen präsentierte Prof. Dr. med. Leszek Wojnowski, Institut für Pharmakologie, Universitätsmedizin Mainz, die neue Rheuma-VOR Diagnostik-App (www.rheuma-vor.de), die Primärversorgern und Interessierten die Möglichkeit bietet, anhand von 15 Fragen den Verdacht auf eine entzündlich-rheumatische Erkrankung online zu bestärken oder zu verwerfen und Verdachtspatienten über die Website bzw. App für eine Terminvergabe direkt anzumelden. Die Sessions boten Raum für spannende Diskussionen gesetzliche und technische Rahmenbedingungen, die Chancen und Hürden bei der Implementierung in die Praxis und die Grundsätze, an denen sich zukünftige Aktivitäten dazu orientieren sollten. Hierbei die Bedürfnisse der betroffenen Versorger und Patienten in den Mittelpunkt stellen und frühzeitig eine aktive Rolle in der Gestaltung einnehmen war der Konsens, der sich in diesen Diskussionen herauskristallisierte.

RZA: Neue Daten zur Versorgungssituation

Matthias Dreher, wissenschaftlicher Koordinator von Rheuma-VOR, stellte das Projekt und die ersten Evaluationsergebnisse im Rahmen der Posterpräsentation vor. Außerdem präsentierte er eine Studie zur Riesenzellarteriitis in Rheinland-Pfalz, die erstmals einen verlässlichen Überblick über die Versorgungssituation in einem deutschen Bundesland und neue Impulse für die Versorgungsverbesserung gibt.

Diagnostik: Neue Wege und Erkenntnisse in der Bildgebung

Dr. med. Konstantinos Triantafyllias, Oberarzt der ACURA Kliniken Rheinland-Pfalz, war in den Bereichen „Diagnostik und Bildgebung‘‘, „Vaskulitiden und Kollagenosen‘‘ sowie „Verschiedenes‘‘  mit vier Arbeiten vertreten, die er Poster vorstellte. Zwei Arbeiten wurden darüber hinaus von der DGRh zur Präsentationen als Kurzvorträge ausgewählt:

  • Diagnostische Wertigkeit der optisch-spektralen Transmissionsbildgebung (HandScan) bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis: Erste Deutsche Daten (Poster/Kurzvortag)
  • Diagnostische Wertigkeit der Thermographie bei Gonitis: Vorläufige Ergebnisse einer Pilotstudie (Poster)
  • Video-kapillarmikroskopische Veränderungen bei Patienten mit Antisynthetase-Syndrom: Ergebnisse einer internationalen, multizentrischen Studie des ‘American and European Network of Antisynthetase Syndrome (AENEAS)‘ (Poster/Kurzvortag)
  • Untersuchung des cardiovaskulären Risikos bei Patienten mit Fibromyalgie mittels carotis-femoralis Pulswellengeschwindigkeit: Ergebnisse einer prospektiven Studie (Poster)

Das Thema Antisynthetase-Syndrom war auch Gegenstand einer Session unter dem Titel „Jo-1-Syndrom und Co – was man über Antisynthetase-Syndrome wissen sollte“, die Dr. med. Triantafyllias als Co-Chair moderierte. Er und seine Kollegen in Rheinland-Pfalz, auf europäischer und internationaler Ebene gehen mit diesen Studien neue Wege in der diagnostischen Bildgebung, sei es bei der Erprobung neuer Technologien wie dem HandScan oder bei der Betreuung der größten transatlantischen Kohorte im Rahmen des AENEAS-Netzwerks. Gemeinsam mit PD Dr. med. Christof,  Iking-Konert, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, hatte er zudem am Donnerstag den Vorsitz der Posterpräsentation „Verschiedenes 1“ inne.

Wissenschaftspreis: Mainz gewinnt für Experimentelle & Translationale Rheumatologie

Zum Abschluss des Kongresses wurden traditionell die Wissenschaftspreise verliehen und im diesem Jahr ging der Preis im Bereich „Experimentelle & Translationale Rheumatologie“ an Myriam Meineck, Postdoc im Labor von Univ.-Prof. Dr. med. Schwarting  und PD Dr. med. Julia Weinmann-Menke an der Universitätsmedizin Mainz, mit einem Poster zum Thema „Pathophysiological role of type I and III interferons in Systemic Lupus erythematosus (SLE)“.

Mehr über die Forschungsprojekte des Landesrheumazentrums finden Sie hier.

Schreib einen Kommentar